12. Februar 1938. Österreichs Bundeskanzler Kurt Schuschnigg wird zu Hitler auf den Obersalzberg bei Berchtesgaden zitiert. Hitler droht mit dem Einmarsch deutscher Truppen, wenn Schuschnigg Hitlers Bedingungen nicht akzeptiert. Der österreichische Bundeskanzler unterschreibt das „Berchtesgadener Abkommen“, das den Nationalsozialisten Tür und Tor öffnet.
Hitler diktiert: Alle Nationalsozialisten in österreichischen Gefängnissen sind binnen drei Tagen zu entlassen. Beamte und Offiziere, die wegen NS-Betätigung aus dem Dienst entlassen wurden, sind unverzüglich wieder einzusetzen. Das Bekenntnis zum Nationalsozialismus ist zu erlauben. Hitler ultimativ: „Verhandelt wird nicht. Sie haben zu unterschreiben oder alles andere ist zwecklos.“
(Kleindel und Ackerl: „Österreich. Zahlen, Daten, Fakten“ zitiert in „Heinrich Gleissner“, Franz X. Rohrhofer)
15. Februar 1938. Schuschnigg bildet die Regierung um. Der Nationalsozialist Arthur Seyß-Inquart wird Innenminister. 17. Februar 1938. Otto Habsburg appelliert schriftlich an Schuschnigg, ihm die Regierung in Österreich zu übergeben. Schuschnigg lehnt ab. 19. Februar 1938. In den österreichischen Bundesländern setzen nationalsozialistische Demonstrationen ein.
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