Pro Oriente bemüht sich seit beihane 50 Jahren um die Förderung der Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen des Ostens. Mit großen Erfolgen.
„Vielleicht streben wir eine Einheit an, die es nie gegeben hat“, erklärte ein orthodoxer Theologe den Eindruck, dass im katholisch-orthodoxen Dialog zurzeit nichts Konkretes weitergeht. – Diese Wort stellte Johann Marte von der Stiftung Pro Oriente an den Beginn der Jahreshauptversammlung in Linz. Die von Kardinal König gegründete Einrichtung bemüht sich seit 1964 um die Förderung der Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen des Ostens. Mit großen Erfolgen. Das jüngste Erfolgsprodukt ist ein Grundlagenwerk über die Anthropologie (Lehre vom Menschen), das katholische und russisch-orthodoxe Theologen gemeinsam erarbeitet haben und das in Deutsch, Englisch und Russisch erschienen ist. Die Präsentation in Moskau war eine Sensation, erzählte Marte. Die Pro-Oriente-Sektion Linz unter Leitung von Dietmar Fiedler beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den orthodoxen Kirchen in Tschechien und der Slowakei. Bei der Jahreshauptversammlung referierte der Prager Wissenschafter Jaroslaw Sebek über die Slawenapostel Cyrill und Method.