Zum zweiten Mal hat die katholische Kirche Oberösterreichs am 1. März beim „Theotag“ unter angehenden Absolvent/innen höherer Schulen für kirchliche Berufe geworben. Praktisch in allen Sparten werden junge Leute gesucht. So sind allein im Religionsunterricht 1450 Frauen und Männer beschäftigt. Eine bevorstehende Pensionierungswelle lässt einen erhöhten Bedarf erwarten.
Auch bei den Seelsorge-Berufen – von Pastoralassistent/in bis zu Jugendleiter/in – werden dringend Leute gebraucht. Zurzeit interessieren sich mehr Leute eher für Krankenhausseelsorge als für die Pfarrseelsorge. Da könnten – vermutet Brigitte Gruber-Aichberger als Personalchefin – die höheren Ansprüche an zeitlicher Flexibilität eine Rolle spielen.
Zu den größten Arbeitgebern im Land gehört die Caritas. Rund 2900 Beschäftigte arbeiten in den verschiedensten Sozialeinrichtungen, knapp die Hälfte davon im Bereich Betreuung und Pflege. Diese Berufe brauchen – so Adelheid Fragner als Betriebsrätin – mehr Anerkennung im Image und in der Entlohnung. Gerade hier zeichnet sich für die Zukunft ein Riesenbedarf ab.