Kurzmeldungen aus dem Sozialsprengel Oberes Mühlviertel, zur Unterkunftssuche der Flüchtlinge in Lauffen, zur geplanten Abschiebung trotz vorbildlicher Integration und zur Mindestsicherung.
In 16 Gemeinden der Region koordiniert der Sozialsprengel Oberes Mühlviertel die ehrenamtliche Sozialarbeit. Das Spektrum präsentierte Obmann Max Wiedereseder im Rahmen eines Rotary-Club-Abends in Rohrbach. Die Aktion „Apfel sei Dank“ fand dabei besonderes Interesse. Bei dieser Aktion wird unter Mithilfe von Menschen mit Beeinträchtigung überschüssiges Obst gesammelt und daraus Apfelsaft gepresst, der vermarktet wird. Der Erlös kommt dem Arcus Sozialnetzwerk zugute. Der Rotary Club unterstützte die Aktion.
Kein Asylquartier in Lauffen
Die Meldung kam nach Redaktionsschluss der KirchenZeitung von letzter Woche: Die geplante Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Lauffen wird nicht in Betrieb gehen. Sozialreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl begründet dies damit, dass der Standort aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht geeignet sei. Ein alternativer Standort soll nun rasch gefunden werden. Das Don Bosco Flüchtlingswerk Aus-tria bedauert das Nichtzustandekommen des Projektes.
Abschiebung
29 Jahre ist Natalia Zambrano alt. Als sie 17 Jahre war, kam sie von Kolumbien nach Österreich. Sie hat Deutsch gelernt, zwei Studien erfolgreich abgeschlossen und hat auch schon Jobzusagen. Jetzt soll sie Österreich verlassen, weil sie Kriterien für den Erhalt der Rot-Weiß-Rot-Card nicht erfülle. SOS-Mitmensch und andere Einrichtungen sowie Persönlichkeiten fordern daher eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Card, weil diese ein unrealistisches Einstiegsgehalt für Studienabsolvent/innen von knapp 2.000 Euro vorschreibt.
Mindestsicherung
Als wichtigen Schritt in der Armutsbekämpfung bezeichnete Sozialreferent Josef Ackerl die bedarfsorientierte Mindestsicherung. Im Dezember 2012 bezogen schon mehr als 9850 Menschen in OÖ die Mindestsicherung.