Das Haus Lea der Franziskanerinnen von Vöcklabruck besteht seit zehn Jahren.
Ausgabe: 2013/11, Frauen, Haus Lea, Franziskanerinnen, Vöcklabruck, Timelkam, Oberthalheim
13.03.2013
- Josef Wallner
„Nur wenige Tage bei euch und ich hab das Gefühl, dass mir eine Last von den Schultern gefallen ist“ - So drücken häufig Frauen aus, was sie im Haus Lea erleben. Mit dem Haus Lea haben die Vöcklabrucker Franziskanerinnen einen Ort geschaffen, wo Frauen in Krisen einen Platz finden. Die Bilanz zum zehjährigen Jubiläum kann sich sehen lassen: Insgesamt 112 Frauen und 45 Kinder waren zu Gast. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 67 Tage, der längste Aufenthalt dauerte 327 Tage. Das Haus bietet jeweils drei Frauen mit Kindern Platz, die unter psychsicher Gewalt leiden, die ausgenutzt werden, zumeist auch finanziell in Bedrängnis sind – die nicht mehr ein und aus wissen. Für sie sind zwei Ordensfrauen da, Sr. Hiltrud Bittermann und seit 2012 Sr. Antonia Rachbauer. Sie hat die Aufgabe von Sr. Teresa Hametner übernommen, die Generalvikarin des Ordens wurde. Das Geheimnis des Haus Lea besteht in der freundschaftlichen Hilfe, die die Frauen bei der Bewältigung ihrer Probleme erfahren und gleichzeitig in der Herausforderung zu einer konsequenten Gestaltung des Alltags. Sr. Hiltrud freut sich, dass sie im Haus Lea ihre Berufung als Ordensfrau leben kann und dass der gesamte Orden hinter dem Projekt steht.