Gute und hoffnungsvolle Stimmung zog sich durch die Jahrestagung des Katholischen Bildungswerkes, die am 5. und 6. April knapp 300 Frauen und Männer nach Puchberg lockte.
Zeitgemäß und menschenfreundlich – so KBW-Chef Christian Pichler – gilt es, die Kirche zu gestalten. Und das muss vor allem in der Kirche vor Ort geschehen, denn Kirche ist ein Beziehungsgeschehen, meinte der Theologe Walter Kirchschläger, der auch das Hauptreferat hielt. „Es gab Jahrhunderte, in denen ein Bischof nie den Papst gesehen hat.“ Kirche braucht Überschaubarkeit – und deshalb hält P. Albert Gabriel SDS aus Wien nichts von Pfarrzuammenlegungen. Vielmehr müsste die Kirche durch veränderte Weihebedingungen dafür Sorge tragen, dass es genügend Priester – und nach Gabriel auch Priesterinnen – gibt. An Kirchenkritik will sich die Vorsitzende der katholischen Jugend in Oberösterreich, Stefanie Hinterleitner, nicht verbeißen. Sie plädierte für eine Kirche, die sich für eine Öffnung der Kirche in die Gesellschaft hinein einsetzt. Bei der Jahrestagung wurden Innovationspreise für beispielhafte Bildungsarbeit verliehen. (Wir berichten nächste Woche).