An die achtzig hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter/innen waren zum Studientag „Missbrauch und Gewalt keine Chance geben“ gekommen. Generalvikar Severin Lederhilger betonte, dass es notwendig ist, eine Kultur der Aufmerksamkeit und des offenen Gesprächs zu dieser Thematik zu fördern. Der Seminartag will helfen, die Dinge besser beim Namen nennen und damit umgehen zu können. Die Missbrauchprävention zielt aber nicht nur auf die diözesanen Mitarbeiter/innen ab. Darüber hinaus soll sich jedes Mitglied des Pfarrgemeinderats einmal in der sechsjährigen Funktionsperiode mit dieser Problematik beschäftigen, erklärt der Generalvikar am 11. April.
Auch die ehrenamtlichen Helfer/innen in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit sollen sich mit Missbrauch und Gewalt auseinander setzen. Dazu wird ein Netz an kompetenten Ansprechpersonen aufgebaut, die für Pfarren als Moderator/innen zur Verfügung stehen. Veranstaltet wurde der Studientag von der Stabsstelle für Gewaltprävention, Kinder- und Jugendschutz der Diözese Linz, die im Herbst 2012 eingerichtet von Silvia Kickingereder geleitet wird. Der Generalvikar bedankte sich bei allen, die in den diözesanen Gremien zur Aufarbeitung und Prävention von Missbrauch engagiert sind: „Aufgrund meiner österreichweiten Mitarbeit kann ich bestätigen, dass in unserer Linzer Ortskirche schon seit langem vorbildhaft gearbeitet wird.“