Knapp 250 Mitarbeiter/innen von der Abteilung Pastorale Berufe der Diözese Linz füllten am 24. April den Großen Saal im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels. Thema war eine „milieusensible Pastoral“.
Dabei geht es darum, soziologische Erkenntnisse über die gesellschaftlichen Veränderungen ernst zu nehmen und als Grundlage des pastoralen Handelns zu sehen. Viele arbeiten bereits in diesem Sinne – in Pfarren, Krankenhäusern, Gefängnissen oder als Jugendleiter/ innen. Sie setzen Initiativen im spirituellen, kulturellen und/oder sozialen Bereich. Beispiele dafür sind Projekte mit sozial benachteiligten Jugendlichen, Feiern in besonderen Lebenssituationen oder „Raum für Trauer“. In Gottesdiensten zum Valentinstag geht die Kirche in ihrer Seelsorge auf spezielle Bedürfnisse ein. Gottesdienste, die die Atmosphäre des Raumes besonders unterstreichen, wie das „Raumerlebnis Dom“ oder der „Künstlersonntag“ als Projekt am Schnittpunkt von Kunst und Spiritualität, oder das Eremitenprojekt und die Lange Nacht der Kirchen finden großen Anklang bei bestimmten Gruppen.
Auf kirchenferne Bevölkerungsgruppen zugehen.
Neben diesen speziellen Projekten gehen gerade viele Pastoralund Pfarrassistent/innen in ihrer täglichen Arbeit neu auf eher kirchenferne Milieus zu. Das Treffen in Puchberg hat ermutigt, diesen Weg weiterzugehen und in Zeiten des Umbruchs die gegebenen neuen Chancen aufzugreifen. Darüber hinaus wurde deutlich, wie viele junge Menschen hauptamtlich Verantwortung in der Kirche übernehmen und die Seelsorge wesentlich mittragen.