Die Oberhäupter mehrerer ukrainischer Kirchen haben in einem gemeinsamen Osterappell erneut die Freilassung der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko gefordert.
Diese war als härteste Konkurrentin von Staatspräsident Janukowitsch in einem von vielen Beobachtern als „politischen Prozess“ gewerteten Verfahren 2011 wegen „Amtsmissbrauchs“ zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Weitere Prozesse stehen an. Die EU macht die Begnadigung von Timoschenko zur Bedingung für ein Assoziierungsabkommen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die bestehende Untersuchungshaft als „willkürlich und rechtswidrig“ gerügt.