Insektenstiche können jucken und schmerzen, sind aber im Normalfall kein Grund zur Sorge. Anders ist das bei Menschen, die auf die Stiche allergisch reagieren.
In den schlimmsten Fällen kommt es zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock. Bei einer Insektenallergie wird beim ersten Stich die Sensibilisierung ausgelöst. Wird man ein zweites Mal gestochen, das kann unter Umständen auch Jahre danach der Fall sein, kommt es zur allergischen Reaktion.
Erste Warnsignale ernst nehmen
Treten nach einem Insektenstich Beschwerden auf, die über eine normale Rötung oder Schwellung hinausgehen, sollte man das mit einem Allergietest beim Arzt abklären. Ist es nach einem Stich schon einmal zu Schwellungen in Gesicht und am Hals, Schwindelgefühl, Herzrasen, Schluck- oder Sprachbeschwerden gekommen, ist es ratsam, ein Notfallset mitzuführen. Diese besteht aus einem abschwellenden Antihistaminikum und aus einem Kortisonpräparat, das die akuten Reaktionen des Immunsystems dämmt. Das wichtigste Präparat ist die Adrenalin-Fertigspritze. Der Wirkstoff verengt bei einem Blutdruckabfall binnen Minuten die Gefäße und stabilisiert so Blutdruck und Kreislauf. Zusätzlich werden die allergischen Reaktionen gedämpft und die Bronchien für eine Verbesserung der Atmung erweitert.
Kontakt vermeiden
Bienen stechen hauptsächlich, wenn sie sich bedroht fühlen. Wespen sind von Natur aus angriffslustiger. Ab Juni heißt es wieder Vorsicht bei der Gartenarbeit, in der Blumenwiese und vor allem beim Essen und Trinken im Freien.