Papst Franziskus will die Akten über die argentinische Militärdiktatur (1976–1983) in den Vatikanischen Archiven vorzeitig freigeben. Er wolle damit den Angehörigen der Opfer helfen. Während der argentinischen Militärdiktatur verschwanden nach Schätzungen bis zu 30.000 Menschen. Sie wurden getötet und zumeist vorher gefoltert. Bislang wurde dieses Kapitel der argentinischen Geschichte kaum aufgearbeitet. Franziskus hat Bürgerrechtlern und Angehörigen von Opfern wiederholt seine Unterstützung bei der Aufklärung dieser Verbrechen zugesagt.
Papst und kubanischer Präsident
Raúl Castro traf am Sonntag im Vatikan mit Papst Franziskus zusammen. Es war die erste Begegnung zwischen dem kommunistischen Staatsoberhaupt und dem argentinischen Papst. Das Treffen war laut vatikanischen Angaben „rein privat“.