Zum Datum 5. März 1938 ist in der Pfarrchronik der oö. Pfarre Vorchdorf vermerkt: „Seit der Aussprache Schuschniggs mit Hitler ... herrscht allgemein Falschheit, Lüge und Verdrehung der politischen Lage.“
Ausgabe: 2013/09, März 1938, Anschluss, Pfarrchronik
27.02.2013
Ende Februar/Anfang März. Heinrich Gleißner, Landeshauptmann in Oberösterreich 1934–1938 (und 1945–1971), erinnerte sich 1972, gefragt, ob der Anschluss an Hitler-Deutschland verhindert hätte werden können: „Zwischen Februar und März 1938 war die Zeit zu kurz und die Niedergeschlagenheit zu groß, um eine einheitliche Abwehr zu erreichen. Der Versuch, durch eine Volkswahl eine positive Willenskundgebung der Österreicher zur Unabhängigkeit zu erreichen, schlug fehl.“ (F. X. Rohrhofer, Heinrich Gleißner, Lehrjahre eines Landesvaters) 26. Februar 1938. Hitler greift die Zeitung „News Chronicle“ an, weil diese behauptete, dass trotz des Berchtesgadener Abkommens 40.000 Mann der österreichischen Legionäre in Deutschland an der österreichischen Grenze zusammengezogen würden und dass der Vormarsch nach Österreich drei Stoßrichtungen habe. Hitler erklärte, „dass viele der Behauptungen von Anfang bis zum Ende erlogen sind ...“ (Aus: Anschluss 1938, Das Ende Österreichs)
3. März 1938. Bundeskanzler Schuschnigg empfängt eine 20 Mann starke Delegation der illegalen Gewerkschafter unter Führung von Friedrich Hillegeist. Obwohl Schuschnigg die Delegation zwei Wochen lang hatte warten lassen, versichern sie ihm, dass sie gegen den Nationalsozialismus kämpfen werden. (Aus: Anschluss 1938)
Nächster Teil der Serie:"Gott schütze Österreich"