BRIEF_KASTEN
Zu „Der Papst und die Frauenfrage“ und „Der umstrittene Katechismus“ in Ausgabe 49:
Jesus hatte als jüdischer Rabbi in seinem Gefolge sowohl Männer als auch Frauen, Jüngere und Ältere, Verheiratete und Unverheiratete, durchschnittlich Begabte wie Petrus und Hochintelligente wie Paulus. Mir kommt vor, dass im Kirchenrecht gewaltige „Verengungen“ geschehen sind, die durch das Neue Testament bzw. das Evangelium nicht gedeckt sind! Wenn in den katholischen Ostkirchen, also mit Rom unierte Kirchen, sowohl zölibatäre als auch verheiratete Priester Platz haben, warum sollte es das nicht auch in der katholischen Westkirche, also der römisch-katholischen Kirche geben? Frauen sind in viel höherem Ausmaß in unseren Pfarrgemeinden engagiert als Männer – warum werden die, die sich berufen fühlen, nicht zum Dienstamt der Diakonin beziehungsweise Priesterin beauftragt? Meiner Meinung nach hatte Jesus einen weit offeneren Horizont als vieles im Kirchenrecht „Festgesetztes und Vorgeschriebenes“!
Mag. Wilhelm Auzinger, St. GeorgeN/A.
In seinem Kommentar vom 8. Dezember 2022 unterstellt Paul Stütz dem Hl. Vater in seiner Weigerung, Frauen zu Priestern zu weihen, Patriarchalismus und beruft sich dabei auf die Menschenrechte. Ein Menschenrecht auf die Priesterweihe gibt es nicht, weil die Priesterweihe als Sakrament ein Geschenk ist. Heinz Niederleitner wiederum ordnet den „umstrittenen“ Katechismus der katholischen Kirche (KKK) ideologisch bei Johannes Paul II. und Joseph Ratzinger ein und reduziert den KKK – der eine Darlegung des Glaubens in 2865 Punkten ist – prononciert negativ auf die Themen Sexualethik und Todesstrafe. Diese Meinungen kann man vertreten, nur entsprechen diese nicht der Lehre der Kirche und journalistische Sorgfalt geböte, den Leser auf diesen Umstand hinzuweisen und ihm so viel Sachinformationen zu geben, sich selbst eine Meinung über den angeblich „umstrittenen“ Gegenstand und Inhalt zu bilden und auch die Argumente der Gegenseite anzuführen. [...]
Benedikt Geusau, per E-Mail
Zu „Pro und Contra“ in Ausgabe 48:
Sind Menschen, die in erdöltrinkenden PKW auf einer von Klimaaktivisten verklebten Straße warten müssen, die falschen oder die richtigen? Würden Sie sich, wenn Sie als Autofahrer bei geplanten Fahrten gestoppt würden, jemals als der richtige einschätzen? [...] Die in der Kontrastellungnahme gebrauchte Redewendung „es trifft die Falschen“, lässt schon den richtigen Schauplatz anklingen: den Kriegsschauplatz Klimakrise.
Tatsächlich tötet die Klimakrise jetzt schon immer wieder sehr viele Menschen, meist weit weg von den Hauptverursachern. Sie hat also schon getroffen und sie trifft immer weiter – wahllos, immer die Falschen, nie die Richtigen.
Hoffentlich bleibt unseren Kindern erspart, eines Tages über uns zu sagen: „Hätten sich doch unsere Eltern vor ihre Autos geklebt, anstatt uns extra in die Schule, mit uns im PKW in den Urlaub oder sonstwohin zu fahren, dann hätte es uns jetzt (Zukunft) nicht gar so arg getroffen.“
[...]
Franz Luksch, per E-Mail
Gute Nacht, österreichischer synodaler Prozess! Wenn der Vorsitzende der Bischofskonferenz sich gegenüber Rom davon distanziert.
Anton Schwarz, per E-Mail
Anmerkung der Redaktion: Erzbischof Lackner hatte anlässlich des Adlimina-Besuchs der österreichischen Bischöfe gesagt: „Und ich habe ja auch schon vorab betont, dass ich alle Anliegen nach Rom weitertragen werde, auch wenn ich nicht alles vertreten kann.“
BRIEF_KASTEN
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