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PRO_CONTRA: Passt provokante Kunst in Kirchen?

KULTUR_LAND

Kunst und Kirche verbindet seit vielen hundert Jahren eine prickelnde Hassliebe. Gehört provokative zeitgenössische Kunst in eine Kirche? Oder stört sie?

Ausgabe: 14/2024
02.04.2024
- Gestaltung: Monika Slouk
Kunstinstallation von Gottfried Helnwein im Wiener Stephansdom zur Fastenzeit 2024.
Kunstinstallation von Gottfried Helnwein im Wiener Stephansdom zur Fastenzeit 2024.
© Leonhard Foeger/APA

PRO_

 

Lebendigkeit statt kirchlicher Sonderwelt

 

Hermann Glettler _

Bischof der Diözese Innsbruck, Volksmissionar, Kunstvermittler und Künstler

 

Worum geht´s? Provokation ist nicht das Kriterium. Es geht um Lebendigkeit, Tiefe, Weite und existenzielle Relevanz. Ich weiß, dass qualitätsvolle Kunst immer Reibungsenergie erzeugt – aber auch, dass Provokation um ihrer selbst willen lächerlich ist. Ebenso ungünstig ist die reflexartige Beurteilung, dass alles provokant oder sogar blasphemisch sei, was nicht dem eigenen Geschmack entspricht. Ja, Gegenwartskunst kann verstören – auch verletzen. Aber gibt es Leben und echten Glauben unter Ausschluss von Störungen?

 

Nicht langweilig

 

Die Witwe des Kremlkritikers Alexej Nawalny war im EU-Parlament in Straßburg zu Gast. Julija Nawalnaja führte in ihrer Rede aus, wie ihr skrupellos ermordeter Mann es trotz der Repressionen des Regimes geschafft habe, mit Kreativität zum wichtigsten Oppositionspolitiker in Russland zu werden. „Er war das genaue Gegenteil von langweilig. Wenn Sie Putin besiegen wollen, müssen Sie erfinderisch sein und aufhören, Langweiler zu sein“, sagte sie. Also vielleicht mehr österliche Kreativität? Und einen Frischeimpuls durch Gegenwartskunst?


Wir müssen von Neuem das Schauen erlernen – und das Staunen. Auch das heilsame Erschrecken. Die erste Kreuzdarstellung der Christenheit ist ein spöttisches Graffito aus dem 3. Jahrhundert. Es zeigt den Gekreuzigten mit einem Eselskopf und darunter steht: „Alexamenos huldigt Gott“. Das sagt alles. Man machte sich lustig über diese verrückte Religion, die einen am Kreuzpfahl Gehängten anbetet. Wir haben uns an die Kreuzdarstellungen gewöhnt – leider. Auch das Anspruchsvolle der alten Kirchenkunst sehen wir oft nicht mehr.

 

Ein heilsamer Prozess

 

Kunst-Interventionen können einen heilsamen Dialog anstoßen. Dabei geht es nicht so sehr um einzelne Artefakte, sondern um einen Prozess. Um Anteilnahme und Offenheit für vielfältige Lebenserfahrungen. Im Vorjahr hat Christian Eisenberger in der Innsbrucker Servitenkirche eindringliche Klagebilder gezeigt. Zu sehen waren die großen Wunden unserer Zeit. Für viele schockierend. Erst im Laufe der 40 Tage haben sich die Leute darauf eingelassen. Das Beten wurde solidarischer. Kirche darf sich nicht selbst genügen. 


Bei der Trauermette am Karfreitag hat mich die Klage über die falschen Propheten, die dem Volk nach dem Maul reden, berührt. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie die Menschen nicht zur Umkehr bewegt hätten. Wörtlich: „ad paenitentiam provocarent“ (Klagelieder 2,14), übersetzt: „nicht zur Umkehr provoziert hätten“. Ich sehe, dass Kunst gelegentlich diesen Job wahrnehmen muss. Das lateinische „provocare“ hat ein wichtiges Assoziationsfeld – hervorrufen, aufwecken, hervorwachsen lassen, stimulieren, zum Kampf herausfordern.

 

Schutz vor Wohlfühl-Spiritualität

 

Zeitgenössische Kunst will ich nicht heiligsprechen. In ihr gibt es ebenso Abgründiges wie in jeder menschlichen Kommunikation. Aber gelegentlich brauchen wir sie – zumindest temporär. Vor allem als Schutz vor einer kirchlichen Sonderwelt oder Wohlfühl-Spiritualität, die mit dem Evangelium Jesu wenig zu tun hat.

 

 

Contra _

 

Provokante Kunst gehört ins Museum

 

Jan-Heiner Tück _

Fachbereichsvorstand Dogmatik und Dogmengeschichte am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät in Wien 

 

Das Evangelium provoziert. Wer es hört, kann nicht so bleiben, wie er ist. Kunst provoziert auch. Sie zeigt Übersehenes, stellt Wunden zur Schau – oder ist einfach schön. Die Kirche hat Kunst immer gefördert. Seit sich die Kunst von religiösen Vorgaben emanzipiert hat, ist sie frei. Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, sie religiös zu domestizieren, wäre falsch.

 

Eine Frage der Gesprächskultur

 

Das Verhältnis zwischen Kirche und Kunst ist störanfällig. Jüngst provozierte das Fastentuch von Gottfried Helnwein im Wiener Stephansdom. In Teilen des Kirchenvolks gab es Vorbehalte, die teils aggressiv vorgetragen wurden. Dompfarrer und Künstler sahen sich an den Pranger gestellt. Das ist schlecht. Zugleich gab es Reflexe, die jede Kritik als kunstfeindlich oder „rechtskatholisch“ abtaten. Auch das ist schlecht. Eine synodale Gesprächskultur, die den anderen zu hören sucht, sieht anders aus.

 

Was aber gab den Anstoß? Helnweins Installation zeigt rechts und links überdimensionale Totenköpfe. Dadurch hält er einer Welt, die jung und schön sein will, den Spiegel des Memento mori vor. In der Mitte hängt – kopfüber! – der Christus des Turiner Grabtuchs. Die einen hielten das für eine gelungene Illustration der Entäußerung, andere sahen hier eine „blasphemische Verdrehung“ am Werk. In den Vorbehalten steckt zunächst die Lektion, dass die Vergabe des Fastentuchs nicht ideal läuft. Wäre es nicht sinnvoll, ein Gremium zu bilden, bei dem Theologen, Kunstexpertinnen und praktizierende Mitglieder der Dompfarre über die Vergabe entscheiden? 

 

Ist das Kunstwerk theologisch stimmig?

 

Dabei wäre auch nach der theologischen Passung von Kunst zu fragen. Helnwein wollte durch sein Fastentuch den Abstieg Christi in das Reich der Toten verdeutlichen. Die Frage, ob sein Bild den Sinn des Glaubensartikels trifft, wurde dabei gar nicht gestellt. In den Ikonen der Ostkirche ist der Höllenabstieg Christi ein Akt der Solidarität mit den Verstorbenen. Der aufrechte (!) Christus figuriert hier als österlicher Sieger über den Tod, er reicht Adam als dem Repräsentanten der gefallenen Menschheit die Hand, um ihn aus dem Abgrund der Finsternis hinauszuziehen. Der Abstieg ist ein Symbol der Hoffnung. Davon ist bei Helnwein nichts zu sehen. Aber: Warum soll zeitgenössische Kunst Glaubensartikel nicht in Frage stellen dürfen? Persiflage, Umkehrung und Verfremdung sind doch geläufige Stilmittel zeitgenössischer Kunst. Gewiss, im Museum setze ich mich gerne kühnen Provokationen aus. Aber gehört Helnweins Tuch in den Stephansdom?

 

Keine Lust an der Gewalt riskieren

 

Nun hat das Domkapitel das Ostertuch von Helnwein abgesagt. Es sollte den Auferstandenen als Jungen mit Wundmalen zeigen. Kinder, Blut, Gewalt – das passt zu einem Künstler, der die Mechanismen der Skandalerzeugung kennt. Sein Bild oszilliert. Macht es Leid nur sichtbar? Oder bedient es nicht unterschwellig auch die Lust an der Gewalt? Psychologen warnen vor einer „Retraumatisierung“ von Missbrauchsbetroffenen. Ich finde es gut, dass das Osterbild nicht gezeigt wird. Dass ich deshalb in die Nähe von „Rechtskatholiken“ gerückt werde, finde ich nicht gut. Es zeigt, dass es um die katholische Diskussionskultur nicht allzu gut bestellt ist.


 

 

 

Hermann Glettler, Bischof der Diözese Innsbruck
Hermann Glettler, Bischof der Diözese Innsbruck
© Aichner/Diözese Innsbruck
Jan-Heiner Tück,  Fachbereichsvorstand Dogmatik und Dogmengeschichte am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät
Jan-Heiner Tück, Fachbereichsvorstand Dogmatik und Dogmengeschichte am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät
© Institut für Dogmatik 2023
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