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Beide Organisationen sehen den sozialen Ausgleich im Doppelbudget 2027/2028 zu wenig berücksichtigt und warnen vor steigenden Belastungen für Menschen mit geringem Einkommen, Familien und Frauen.
Mit dem Budget will die Bundesregierung das Staatsdefizit reduzieren. Caritas und Katholische Aktion erkennen den Konsolidierungsbedarf an, fordern jedoch eine gerechtere Verteilung der Lasten.
Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler warnt, die Summe der Sparmaßnahmen bringe viele Menschen an ihre Belastungsgrenze. Besonders betroffen seien Niedrigverdienende, Familien und Frauen. Das Einfrieren von Familienleistungen, Kürzungen bei der Sozialhilfe und weitere Einschnitte könnten langfristig hohe Folgekosten für Gesundheit, Wohnen, Arbeitsmarkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt verursachen. Die Caritas fordert daher einen verpflichtenden Armuts-Check für Sparmaßnahmen sowie mehr soziale Ausgewogenheit. Zudem müsse Österreich seine internationalen Zusagen im Kampf gegen Hunger und Klimakrise einhalten.
Auch die Katholische Aktion kritisiert, dass Sozialleistungen gekürzt würden, während vermögensbezogene Beiträge Wohlhabender nicht diskutiert würden. KAÖ-Präsident Ferdinand Kaineder erneuerte die Forderung nach vermögensbezogenen Steuern und einer Erbschaftssteuer. Vizepräsident Thomas Immervoll sieht darin einen Beitrag zu mehr Verteilungsgerechtigkeit und zur Budgetkonsolidierung. Die Laienorganisation fordert mehr Solidarität in der Budgetpolitik.
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