Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
Die Wahl erfolgte bei der Frühjahrsvollversammlung letzte Woche in Würzburg. Der 64-jährige Ordensmann der Herz-Jesu-Priester war früher Generaloberer seiner weltweit tätigen Gemeinschaft und bringt internationale Erfahrung aus Rom mit. Er folgt auf Georg Bätzing, der nach sechs Jahren an der Spitze nicht erneut kandidierte.
Auf die deutsche Kirche und ihren neuen Vorsitzenden warten erhebliche Herausforderungen. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bleibt ein zentrales Thema, ebenso die Stärkung von Prävention, Transparenz und unabhängiger Kontrolle. Zugleich steht die Kirche in Deutschland unter starkem Druck durch hohe Austrittszahlen und tiefgreifende Strukturreformen in den Diözesen. Inhaltlich prägen Debatten über Macht und Gewaltenteilung, die Rolle der Frau in kirchlichen Ämtern sowie Fragen der Sexualmoral weiterhin die Agenda. Der neue DBK-Vorsitzende warnte auch vor der AfD: Gläubige sollten sich „nicht von den vordergründig attraktiv gemeinten Klängen verführen lassen“. Positionen, die Menschenwürde und christliche Werte gefährden, seien mit dem kirchlichen Zeugnis unvereinbar.
Ein Schwerpunkt wird die geplante Synodalkonferenz sein. Dieses Gremium geht aus dem Reformprojekt „Synodaler Weg“ hervor. Künftig sollen dort Bischöfe und Laien gemeinsam über zentrale Zukunftsfragen beraten und Beschlüsse fassen.
Wilmer betonte, er wolle dabei keinen deutschen Sonderweg einschlagen. Wichtig sei eine enge Abstimmung mit Rom und der Weltsynode; zeitnah wolle er in den Vatikan reisen, um die beschlossene Satzung bestätigen zu lassen. Zugleich formulierte der neue Vorsitzende seinen Anspruch an das Amt: „Mein Anliegen ist es, zu vermitteln, Brücken zu bauen, Gräben zuzuschütten“, sagte Wilmer in Würzburg. „Die Einheit ist unser größtes Zeugnis.“

Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
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