Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Das Projekt „Zeit(w)ende“ beleuchtet, wie dadurch die gesamte Weltordnung umgekehrt wurde. Initiator der Veranstaltung ist der Musiker und Theologe Marco Lemke, der dafür eigens ein Kammerreqiuem komponiert hat, das in der Basilika Mondsee zum ersten Mal aufgeführt wird (11. November, 15 Uhr ). Das Requiem ist mit Texten aus der „Menschheitsdämmerung“, einer Sammlung expressionistischer Gedichte aus dem Jahr 1920, angereichert. Zugleich geht es in Lemkes musikalischem Werk um die intime Dimension des Gedenkens trotz der Thematisierung von Gewalt, Krieg und Sterben. Nach dem Kammerrequiem startet am
11. November im Kapitelsaal der Basilika die Ausstellung „Von Erinnerung und Vergessen“ von Anton Thiel. Dazu hat der Künstler 99 Tonköpfe modelliert, die in ihrer Deformierung auf Zerstörung und Gewalt verweisen. Thiel erinnert damit nicht nur an ein vergessenes Massaker im früheren Jugoslawien an Hunderten Zivilistinnen und Zivilisten im Jahr 1945. In Thiels Werk geht es um die Irrationalität des Bösen. Es ist eine Arbeit, die unerschütterlich an das Gute glaubt, trotz der Dominanz des Negativen, dem überall mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als seinem Gegenteil.
Bereits am 10. November findet um 17 Uhr im Pfarrsaal Mondsee die Präsentation des Buches & Lesung: „Mein Donauschwabien“ von Dorothea Steinlechner-Oberläuter sowie eine Lesung und im Anschluss daran eine Podiumsdiskussion über Gedächtnisspuren zu den Kriegsenden in Kunst und Literatur statt.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

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