Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Bruckmosers Ausführungen bezogen sich auf das Thema „Als Christen dazugehören – Gesellschaft mitgestalten und Teilhabe ermöglichen“. „Wir leben scheinbar in einer Gesellschaft der Ohnmächtigen“, diagnostizierte Bruckmoser. Die Politik sei vor den Märkten eingeknickt und die Dominanz des Kapitals werde als alternativlos hingestellt. Demgegenüber ist Bruckmoser überzeugt: Jeder Mensch sei freier, als er denke. Veränderung und Bewegung seien möglich. Damit die Kirche dazu ihren Beitrag leisten könne, müsse sie wachstumsorientiert sein und dürfe nicht ängstlich besitzstandswahrend agieren, so der Referent: „Die Kirche muss sich von den Sorgen der Menschen leiten lassen und nicht von Sonderinteressen wie dem Konkordat.“ Die Menschen hätten ein Bedürfnis nach solider Information, sie suchten nach Gerechtigkeit in der Gesellschaft und nach Orientierung in komplexen Fragen wie etwa zur Digitalisierung. Wenn Untersuchungen ergeben, dass durch die Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren Jahren in Deutschland 3,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, mache das natürlich Angst und ratlos. Bruckmoser weist auf die Lebenshilfe hin, die der Kirche in der katholischen Soziallehre zur Verfügung steht, und fordert auf, sich dieses Schatzes zu bedienen: „Das 70-Jahr-Jubiläum der KMB, das diese heuer gefeiert hat, wäre doch ein Anlass, in die Zukunft zu schauen und einen neuen Sozialhirtenbrief anzuregen.“

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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