Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Ohne Musik ist eine Lange Nacht der Kirchen undenkbar. So nahmen auch bei der diesjährigen Langen Nacht am 24. Mai Chöre und Ensembles, Orgel und Elektrogitarre, klasssische Werke und Jazz breiten Raum ein. Kinder konnten mit Domorganist Wolfgang Kreuzhuber die Rudigierorgel mit allen Sinnen erleben. Der Upper Austrian Gospel Choir, bestehend aus etwa 100 Sänger/innen, begeisterte in der Friedenskirche in Linz-Urfahr mit Liedern unter dem Motto „Believe“. In der Kirche St. Nikolaus in Bad Ischl zeigten Musizierende der Stadt in Kooperation mit der Landesmusikschule Bad Ischl und anderen Künstler/innen aus dem Salzkammergut ein „Kirchen-Kaleidoskop“ aus Bildern, Texten und Klangerlebnissen. Eine „Lange Nacht der Chöre“ beeindruckte in der Stadtpfarrkirche Ried im Innkreis die Besucher/innen. Elf Chöre boten ein vielseitiges und vielstimmiges Programm, das in einem gemeinsamen Abschlussauftritt mündete. Dabei erklang das „Locus iste“ von Anton Bruckner. In der Welser Marienkirche war Poetry-Slam angesagt. Fesselnd und lebendig präsentierten junge Welser Künstler/innen unter dem Motto „Leben auf_spüren“ in der Marienkirche eigene Texte – gereimt, gerappt, geflüstert, geschrien, erzählerisch, nachdenklich und lustig. Im Anschluss daran verlieh DJ McTabler dem Kirchenraum mit einer Installation und Beats neuen Klang und neue Farben. Daniel Holzapfel, Dekanatsassistent von Wels, weist auf ein Ziel der Veranstaltung hin: „Kirche soll und kann den Menschen Räume und Möglichkeiten dafür öffnen, sich auf die Suche nach Leben zu begeben.“
Die Lange Nacht der Kirchen ist ohne ihn nicht mehr denkbar: Der Klostermarkt auf dem Linzer Domplatz bot Stärkung und Begegnung. Klöster und Ordensgemeinschaften aus Österreich, Bayern und darüber hinaus präsentiert ihre Produkte. Kulinarisches gab es an mehreren Plätzen, im Linzer Priesterseminar servierte die ICO – Initiative Christlicher Orient arabische Köstlichkeiten.
Die Lange Nacht der Kirchen ist seit Beginn an eine ökumenische Initiative. Vertreter/in der neun christlichen Kirchen in Oberösterreich eröffneten daher auch die 14. Lange Nacht im Linzer Mariendom mit einer Vesper, bei der Gudrun Becker, die Ökumene-Beauftragte der Diözese Linz, die Predigt hielt.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

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