Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
„Viele Jugendliche haben nur noch ein vages Bild von Kirche“, erzählt Silke Mayer, Jugendseelsorgerin in der Pfarre Steyr. „Wenn im Elternhaus Kirche kein Thema ist, haben sie kaum Berührungspunkte.“
Stoßen sie dann doch einmal darauf, wird durchaus Interesse geweckt: „Dass Papst Leo sich klar für Frieden und die Rechte von Migrant:innen ausspricht und selbst vor Präsident Trump nicht einknickt, hat viele Jugendliche beeindruckt. Authentizität und Werte sind überzeugend!“ Um die Zielgruppe zu erreichen, muss man sich an ihre Kommunikation anpassen, etwa ansprechende Social-Media-Auftritte mit substanziellen Glaubensinhalten bereitstellen.
Doch auch die junge Generation ist nicht nur online unterwegs: „Als Jugendseelsorgerin bin ich oft Netzwerkerin und Eventmanagerin: Menschen außerhalb der ‚Kirchen-Bubble‘ erreicht man gut über Mundpropaganda für konkrete Angebote. Jugendliche suchen nach Gemeinschaft und ehrlichen Gesprächen – das ist genau, was wir als Kirche im Idealfall anzubieten haben.“
Dabei gilt es ihre Lebenswirklichkeit im Blick zu behalten: „Geld ist bei vielen ein Problem“, ruft Silke Mayer ins Gedächtnis. „Wenn man keine Lehrstelle findet oder die Eltern sich die Miete kaum noch leisten können, wagt man nicht mehr, von einem eigenen Auto oder einem Urlaub zu träumen – das ist zu weit weg vom tatsächlichen Leben.“ Umso wertvoller sind daher Projekte, die arbeitssuchende Jugendliche unterstützen.
Damit hat Silke Mayer Erfahrung: Nach dem Studium der Sozialen Arbeit war sie in Arbeitsprojekten und in der integrativen Beschäftigung tätig, danach in der RegionalCaritas und der Betriebsseelsorge in Steyr. „Die Diözese Linz bietet sehr gute Formate für neue Seelsorger:innen an wie den ‚Hingehen‘-Kurs für den Einstieg in die Betriebsseelsorge oder ‚Start up‘ für die Jugendpastoral. Damit konnte ich als Quereinsteigerin gut Fuß fassen.“

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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