Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
In der Katholischen Kirche in Oberösterreich gibt es Seelsorge für 15 fremdsprachige Gemeinden. Am 29. September standen diese im Linzer Mariendom beim Festgottesdienst mit Bischof Manfred Scheuer zum „Sonntag der Völker“ im Fokus. Der Diözesanbischof betonte dabei das Aufeinanderhören als Voraussetzung für ein Miteinander, das letztlich zu einer gerechteren Gesellschaft und einer geschwisterlicheren Welt beiträgt. Trennendes zu überbrücken, ergebe nicht automatisch eine gute Mischung, sondern „das mischt erst einmal gehörig auf“, so die realistische Betrachtung des Bischofs. Es sei nicht der einfachere, sondern meist der herausforderndere, zugleich aber auch der spannendere und lehrreichere Weg.
Bischof Scheuer erinnerte bei der Messe auch an den Beginn der Amazoniensynode am Sonntag, 6. Oktober. Es werde bei der Synode um klare Botschaften im Hinblick auf eine ökologische Umkehr der Welt, aber auch hinsichtlich einer der Situation im Amazonasgebiet gerechten Rolle und eines gerechten Verständnisses von Glaube und Kirche gehen. „Die katholische Kirche als ganze, aber auch die einzelnen Ortskirchen sind Hörende. Im Vorfeld ist zu beobachten, dass dieser Aspekt vernachlässigt wird. Es gibt viele – auch bei uns –, die diese hörende Dimension nicht im Blick haben und bereits die Auswirkungen der Synode auf die Kirche hierzulande zu wissen meinen“, so Scheuer kritisch.
Papst Franziskus hatte bereits am Weltflüchtlingstag am 20. Juni die „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ gegenüber Flüchtlingen kritisiert. Migrant/innen, Flüchtlinge, Vertriebene und Opfer von Menschenhandel seien zu Sinnbildern der Ausgrenzung geworden, „weil ihnen, neben den Schwierigkeiten, die ihre Lage an sich schon beinhaltet, oft ein negatives Urteil anhaftet, das sie als Ursache gesellschaftlicher Missstände ansieht“, so der Papst. «

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

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