Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Achtsamkeit. Soziales Verantwortungsbewusstsein. Beziehungsfähigkeit, Weltoffenheit. Solidarität. Für Bischof Manfred Scheuer sind das die grundlegenden Ziele einer Persönlichkeitsbildung. Seine Predigt beim Festgottesdienst zum 75-Jahr-Jubiläum des Katholischen Bildungswerkes OÖ wurde von den Mitfeiernden mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Rund 570 Gäste konnte KBW-Leiter Christian Pichler am 28. Oktober im Linzer Musiktheater begrüßen. Bischof Scheuer dankte den 5.400 ehrenamtlich im Bildungswerk Engagierten, ebenso den 26 in den verschiedenen Geschäftsfeldern Beschäftigten des KBW OÖ: „Das KBW trägt dazu bei, dass die Leute lebensfroher werden.“
Am Jubiläumstag selbst war diese Lebensfreude zu spüren – bei der Festmesse, die von der Chorgemeinschaft St. Peter am Wimberg musikalisch gestaltet wurde, dem Festakt mit vielen Ehrengästen, einem Festvortrag und einem abschließenden Festkonzert. „Forever Young“, das Musical-Ensemble des Linzer Musiktheaters, begleitete das Fest mit seinen Darbietungen und dem abschließenden Konzert mit Kostproben aus den hauseigenen Musical-Produktionen.
Dass man Bildung nicht nur nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen und nach den Markterfordernissen ausrichten darf, unterstrichen Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander und Bischofsvikar Johann Hintermaier im „Bildungstalk“. Bildung brauche Tiefe und Weite, meinte Hintermaier. Haberlander dankte den KBW-Leuten für ihre Arbeit für das Land.
Auf einen Streifzug durch die Philosophiegeschichte nahm der bekannte Philosoph Christoph Quarch am Nachmittag die Festgemeinde mit. Er zeigte den engen Zusammenhang von Bildung und Religion auf. Bildung bedeute, die Empfänglichkeit der Menschen für Gott zu schulen. „Ich denke, wir müssen lernen, den unbedingten Anspruch des Göttlichen auf der Welt zu verwirklichen, um an Gott Mensch zu werden“, so Quarch, – „um als Mensch zu erblühen, Frucht zu bringen, zu welken und auf eine gute Weise auch sterben zu können.“ Bildung könne helfen, den unbedingten Anspruch des Göttlichen in der Welt zu verwirklichen. Ein verzerrtes, bloß auf wirtschaftlichen Nutzen verengtes Bildungsverständnis verdunkle die Beziehung von Welt und Mensch. «

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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