Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
und Referentin für Spiritualität im
Pastoralamt der Erzdiözese Wien
Sie konnten am 27. August drei junge Männer aus der Demokratischen Republik Kongo – Gabriel Ange, Fortuna und Josue – als Novizen in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Die Katholische Männerbewegung (KMB) der Pfarre St. Florian freut sich mit dem Stift, gleichzeitig nahm sie diese bislang nicht alltägliche personelle Verstärkung zum Anlass für ein gegenseitiges Kennenlernen. Die drei Novizen erzählten von der enormen gesellschaftlichen Bedeutung, die die Kirche in ihrer Heimat hat, und von der besonderen Verflechtung von Alltag, Glaube und Lebensfreude. Schmunzelnd meinten sie: „Ein Begräbnis im Kongo ist zwar wie hier ein trauriger Anlass, es wird aber den ganzen Tag getanzt, um sich so von dem Toten zu verabschieden. So ist es viel lebendiger als hier ein feierliches Hochamt.“ Es kam auch die Frage zur Sprache, wie sie sich einmal ihr Priestertum und die Seelsorge in Österreich vorstellten. An die 100 Besucher:innen waren vom Glaubenszeugnis der Novizen und ihrer Freude über den Weg als Chorherren sehr beeindruckt, betont St. Florians KMB-Sprecher Hannes Hofer. Er bezeichnet den Abend als gelungenen Brückenschlag, bei dem viel Bereitschaft zu spüren war, voneinander zu lernen. Die Novizen luden abschließend zu einem kongolesischen Essen, nämlich Fufu und Dongo-Dongo ein, das sie selbst gekocht hatten. Besser und herzlicher kann man die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, nicht zeigen.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
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Pastoralamt der Erzdiözese Wien
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