Heute ist Isa-Pisa die Größte.
So groß wie ein Haus!
Mit den Füßen steht sie im Erdgeschoß
und lugt zur Dachluke raus.
„Warum bin ich plötzlich so riesig?“,
fragt sie irritiert.
Sie weiß nicht, warum. Es ist einfach passiert.
In der Früh war Isa-Pisa nur so groß wie ihr Bett. Das war nett!
Aber kaum hat sie Milch übers Müsli gegossen,
ist sie in die Höhe geschossen.
Mama war ganz verblüfft.
„Pass auf, dass dein Kopf nicht
den Türbalken trifft!“,
hat Stefan gerufen.
Im Stiegenhaus muss sich Isa-Pisa schon bücken. Ans Geländer zu greifen ist,
als ginge sie mit Krücken!
Und in den Bus passt Isa-Pisa gar nicht rein.
„Das macht nichts“, beschließt sie.
„Ich bleibe daheim!“
Da ist der Busfahrer eingeschnappt.
Im Nu hat er sie mit Stefan gepackt
und sie ins Gepäckfach des Busses geklappt!
Beim Aussteigen ist Isa-Pisa so hoch wie die
Mauer, die neben ihr steht.
So hoch, dass sie mühelos drüberspäht!
Die Räuber kriegen einen Schreck
und rennen vor Isa-Pisa weg.
Kaum aber betritt sie die Schule durchs Tor, kommt sie sich viel kleiner vor.
Und als die Lehrerin sagt: „Hefte raus!“,
ist Isa-Pisa nicht mehr groß wie ein Haus.
Sondern kleiner als eine Maus!
Erst kurz vor der Pause wächst sie ein Stück.
Zum Glück!
Und sobald die Glocke schellt,
spürt Isa-Pisa, wie sie in die Höhe schnellt.
Daheim verschlingt sie das Mittagessen
auf einen Satz.
Wer groß wie ein Haus ist,
hat im Zimmer keinen Platz!
Darum schickt Mama sie in den Hof.
Stefan darf nicht mit; er findet es doof.
Isa-Pisa sitzt im Hof auf einer Bank. Sie hat die Füße im Gras und den Kopf in den Wolken.
Sie sieht, wo es schneit und wo es blitzt.
Wo ein Vogel auf einem Baumwipfel sitzt.
Wo die Sonne scheint.
Wo der Himmel dicke Regentropfen weint …
Sie sieht auch einen Regenbogen.
Der reicht von hier bis ans Meer!
Isa-Pisa winkt ihm und freut sich sehr.