Ab November 2013 werden die christlichen Kirchen Österreichs erneut einen Dialog zu sozialen Fragen starten. Die Inhalte des Sozialwortes sollen neu durchdacht und fortgeschrieben werden. Es ist vor genau zehn Jahren erschienen.
Der gegenwärtige Vorsitzende des Ökumenischen Rates in Österreich, Bischof Michael Bünker, ließ bei der Ökumenischen Sommerakadmie, die von 10. bis 12. Juli im Stift Kremsmünster stattfand, aufhorchen. Das vor zehn Jahren erschienene Sozialwort, das federführend vom damaligen Linzer Bischof Maximilian Aichern vorangetrieben wurde, sei immer noch von erstaunlicher Aktualität, meinte Bünker. In den letzten zehn Jahren seien jedoch neue Entwicklungen dazugekommen, die ein intensives Nachdenken erfordern. Die Kirchen wollen sich am Gespräch darüber beteiligen, wie Europa seine Zukunftsentscheidungen treffen soll, betonte Bünker, denn: „Aus dem Öffentlichkeitsanspruch des Evangeliums leitet sich der Öffentlichkeitsauftrag an die Kirchen ab.“ Bei der Sommerakademie ging es über die biblische Grundfrage „Wer ist mein Nächster?“, konkret um die Frage, wie das Soziale in einer Egogesellschaft wach gehalten werden kann.
Sozialethikerin Ingeborg Gabriel im Gespräch.