Reformen. Die Führung der von Skandalen erschütterten Vatikanbank IOR geht in die Offensive. Sein Mandat laufe bis 2015; bis dahin wolle er das Geldhaus zu einem sauberen und gut funktionierenden Institut formen, sagte IOR-Präsident Ernst von Freyberg dem Hamburger „manager magazin“. Er wolle dem Papst „Optionen schaffen. Was der Heilige Vater dann mit dem IOR macht, ist seine Entscheidung.“
ksoe-Dossier. Das erste von zwei Dossiers der Katholischen Sozialakademie zu „10 Jahren Sozialwort“ ist bei der Ökumenischen Sommerakademie (ksoe) kürzlich in Kremsmünster vorgestellt worden. Es trägt den Titel „Den Wandel gestalten – wie? Für eine zukunftsfähige, sozial- und klimagerechte Gesellschaft“.
1938 Bedenkzeit Nach dem ‚Anschluss‘ Österreichs im Frühjahr 1938 nimmt die Judenverfolgung im nun erweiterten gesamtdeutschen Reich zu. Eine Flüchtlingswelle von deutschen Juden in Nachbarstaaten setzt ein. Bei der darauf reagierenden internationalen Konferenz in Evian (Frankreich) im Juli 1938 erklärt sich keiner von 32 teilnehmenden Staaten zur Aufnahme der bedrohten Juden bereit. Vielmehr erlässt Polen ein Gesetz, das die Pässe der ca. 12.500 länger als 5 Jahre in Deutschland lebenden polnischen Juden ab dem 30. Oktober 1938 ungültig machen soll.