Im Auftrag der Stadt Graz hat das Afro-Asiatische Institut der Diözese die interreligiöse Konferenz „ComUnity Spirit“ organisiert.
Ausgabe: 31/2013, religion, glaube, gier, gesellschaft
30.07.2013
Vom 17. bis 20. Juli diskutierten Vertreter/-innen christlicher Kirchen, des Islams, des Judentums und des Buddhismus’ darüber, was Religion(en) zu einem besseren Zusammenleben in den kulturell-religiös vielfältigen städtischen Räumen beitragen können. Karl-Josef Kuschel von der Stiftung „Welt-ethos“ bezeichnete die Religionen als „Gegenworte zu Gier und Rücksichtslosigkeit“. Ihre „Urwerte“, die sich ähnlich in allen Religionen finden (wie: Was du nicht willst, das man dir tu, füg auch keinem anderen zu …), wären starke Quellen, um die Ursachen gegenwärtiger Krisen zu überwinden – den rücksichtslosen wirtschaftlichen Egoismus, das gewissenlose Leben auf Kosten der Kinder (Klima, Umwelt, Atomenergie) und die massive Vertrauenskrise. In der „Grazer Erklärung“ bekennen sich Religionsvertreter/innen zur Zusammenarbeit. Religionen können zur Gefahr werden, aber die „starken Motivationskräfte ihrer Überzeugungen“ können auch zu einer gemeinsamen Zukunft beitragen, heißt es darin.