Almen sind gesellschaftlich und kulturell wichtig.
Ausgabe: 2013/33, Almen, Förderungen, Almenregion
13.08.2013
- Johannes Grüner
Obwohl Oberösterreich keine typische Almenregion ist, werden hier 185 Almen bewirtschaftet, die meisten davon in den Bezirken Steyr-Land, Kirchdorf, Gmunden und Vöcklabruck. Die Almen sind in den vergangenen Monaten in Diskussion geraten. Von der EU geförderte Gebiete müssen die Flächen nach dem sogenannten „Almenleitfaden“ berechnen. In diesem Zusammenhang ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Landwirtschaftskammer, Bauern und der EU-Kommission gekommen, weil deutliche Abweichungen zu den tatsächlichen Nutzflächen festgestellt wurden. „In OÖ betrifft das nur wenige Betriebe, wir halten uns streng an den Almenleitfaden“, erklärt der Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker und fordert: „Es muss an einem einheitlichen und fairen System gearbeitet werden, da die Berechungen sehr kompliziert sind.“ Abgesehen von der Debatte ist der gesellschaftliche und kulturelle Wert der Almen unschätzbar. Für viele Wanderer sind sie ein Zufluchtsort für Ruhe und Entschleunigung. Der diesjährige oberösterreichische Almenwandertag am 15. August hat die Plankensteineralm im Salzkammergut zum Ziel. Die Besucher/innen erwartet nach dem Aufstieg ein gemütlicher Nachmittag mit bäuerlichen Köstlichkeiten und Musik.