Ausgabe: 1998/41, Lesung 2 Kön 5,14–17, 2 Tim 2,8–13
06.10.1998
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
In die Mitte einer spannenden Erzählung, die das gesamte fünfte Kapitel umfaßt, führt die alttestamentliche Lesung: Der Aramäer Naaman ist krank, und niemand scheint ihm helfen zu können, auch keiner der Götter. Er hört vom Propheten Elischa und macht sich mit wertvollen Geschenken auf die beschwerliche Reise. Zuerst ist er erbost über Elischas Anweisungen, läßt sich dann aber doch überzeugen, sie zu befolgen, und wird geheilt. Naaman anerkennt den Gott Israels als einzigen wahren Gott und will das auch künftig mit seinen Opfern zum Ausdruck bringen.2 Kön 5, 14–17So ging er (Naaman, der Syrer) also zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann (Elischa) befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes, und er war rein von seinem Aussatz. Nun kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zum Gottesmann zurück, trat vor ihn hin und sagte: Jetzt weiß ich, daß es nirgends auf der Erde einen Gott gibt außer in Israel. So nimm jetzt von deinem Knecht ein Dankgeschenk an! Elischa antwortete: So wahr der Herr lebt, in dessen Dienst ich stehe: Ich nehme nichts an. Auch als Naaman ihn dringend bat, es zu nehmen, lehnte er ab. Darauf sagte Naaman: Wenn es also nicht sein kann, dann gebe man deinem Knecht soviel Erde, wie zwei Maultiere tragen können; denn dein Knecht wird keinem andern Gott mehr Brandopfer und Schlachtopfer darbringen als dem Gott Israels allein.2. LesungEs kann sein, daß du um des Evangeliums willen verfolgt wirst, so Paulus in seinem Brief an Timotheus. Er selbst ist ein Beispiel dafür, und er macht sich keine Illusionen über das Urteil, das ihn erwartet. Aber Paulus bereitet dies keine Sorgen.2 Tim 2, 8–13Denk daran, daß Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium, für das ich zu leiden habe und sogar wie ein Verbrecher gefesselt bin; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt. Das alles erdulde ich um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus und die ewige Herrlichkeit erlangen. Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben; wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen; wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.