Mit Resolutionen komme man im Kosovo-Konflikt nicht mehr weiter, ein militärisches Eingreifen erscheint der Internationalen Helsinki-Föderation für Menschenrechte (IHF) unvermeidbar. Das erklärten IHF-Mitglieder nach ihrer Rückkehr aus der Krisenregion in Wien. Dr. Aaron Rhodes verglich das Agieren der europäischen Diplomatie im Kosovo-Konflikt mit der „Appeasement“-Politik gegenüber dem Hitler-Regime in den dreißiger Jahren. Die Vertreter bestätigten, daß eine Präsenz internationaler Armee-Einheiten schon deswegen nötig sei, um die für den Winter dringend notwendigen Hilfslieferungen in die Krisenregion zu sichern. Diese wollten die Serben in ähnlicher Weise „kontrollieren“ wie das schon im Bosnien-Konflikt der Fall gewesen sei. Die von der EU unter österreichischem Vorsitz favorisierte Lösung der Flüchtlingswelle, Auffanglager in der Region einzurichten, scheitere an der dort seit Jahren überforderten Infrastruktur.