An das Ende des 30jährigen Krieges vor 350 Jahren wurde am 24. Oktober gedacht. In einem ökumenischen Gottesdienst in Osnabrück erinnerten der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz, Bischof Karl Lehmann, und des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Präses Manfred Kock, daran, daß mit dem Westfälischen Frieden ein Schlußstrich unter die Religionskriege in Mitteleuropa gezogen wurde. Vor 19 Monarchen und Staatschefs aus Europa rief Lehmann die Christen zum ökumenischen Miteinander. Die Unfähigkeit der Christen zum Frieden habe die Säkularisierung beschleunigt. Der deutsche Bundespräsident Herzog warnte vor einer Hinnahme von Tod und Vertreibung im Kosovo. Völkermord mitten in Europa gehe alle an, fügte er hinzu. Ein Zurückweichen vor Diktatoren werde nie mit Frieden belohnt. Gleichgültigkeit gegenüber einem Genozid zerstöre das gemeinsame Verständnis von Recht und Moral.