Rund 20 illegal in Belgien lebende Ausländer haben am Donnerstag vergangener Woche eine Kirche in Lüttich besetzt. Sie wollten damit für die Legalisierung in Belgien lebender Ausländer eintreten. Sie werden dabei von rund 30 Flüchtlingsorganisationen unterstützt. Die Pfarre erklärte sich mit der Aktion einverstanden; die Besetzer könnten so lange wie nötig bleiben. Ein Priester der Gemeinde verwies auf ein Hirtenwort der belgischen Bischöfe zur Lage der Ausländer und Asylbewerber, das bereits vor zwei Jahren erhebliche Änderungen in der belgischen Ausländerpolitik eingemahnt habe. Diese seien jedoch bisher nicht erfolgt. Erst Ende September war bei einer Abschiebung die nigerianische Asylbewerberin Semira Adamu durch die belgische Polizei getötet worden. Sicherheitsbeamte hatten der schreienden Frau einen Polster auf das Gesicht gedrückt und sie erstickt. Weitere Protestaktionen illegaler Ausländer in Brüssel und anderen belgischen Städten sind geplant.