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Lesungen

Ausgabe: 1998/45, Lesungen
03.11.1998
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
1. Lesung2 Makk 7, 1–2. 7a.9–14Beinahe drei Jahrhunderte, von 330 bis 64 v. Chr., lebte das jüdische Volk unter griechischer Herrschaft. Die griechische Religion gewann mehr und mehr an Einfluß in der Gesellschaft, manche Herrscher wie König Antiochus IV. Epiphanes (175–164) benutzte pure Gewalt zur ihrer Durchsetzung gegen die jüdische Religion. Die Lesung erzählt von einer Mutter und ihren sieben Söhnen, die durch Folter gezwungen werden sollen, die Gebote ihres Glaubens zu brechen. Es geht aber um mehr in diesem Text: Er will uns über die Auferstehung belehren: Gott steht zu den Seinen, darauf dürfen die Glaubenden vertrauen.Ein andermal geschah es, daß man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm. Der König (Antiochus) wollte sie zwingen, entgegen dem göttlichen Gesetz Schweinefleisch zu essen, und ließ sie darum mit Geißeln und Riemen peitschen. Einer von ihnen ergriff für die anderen das Wort und sagte: Was willst du uns fragen und von uns wissen? Eher sterben wir, als daß wir die Gesetze unserer Väter und Mütter übertreten.Als der erste der Brüder (auf diese Weise) gestorben war, führten sie den zweiten zur Folterung. Als er in den letzten Zügen lag, sagte er: Du Unmensch! Du nimmst uns dieses Leben; aber der König der Welt wird uns zu einem neuen, ewigen Leben auferwecken, weil wir für seine Gesetze gestorben sind. Nach ihm folterten sie den dritten. Als sie seine Zunge forderten, streckte er sie sofort heraus und hielt mutig die Hände hin. Dabei sagte er gefaßt: Vom Himmel habe ich sie bekommen, und wegen seiner Gesetze achte ich nicht auf sie. Von ihm hoffe ich sie wiederzuerlangen. Sogar der König und seine Leute staunten über den Mut des jungen Mannes, dem die Schmerzen nichts bedeuteten. Als er tot war, quälten und mißhandelten sie den vierten genauso. Dieser sagte, als er dem Ende nahe war: Gott hat uns die Hoffnung gegeben, daß er uns wieder auferweckt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben. Für dich aber gibt es keine Auferstehung zum Leben.2. LesungWenn der Glaube Alltag ist, die großen Entscheidungen gefallen sind und die Begeisterung verebbt . . . dann kann eine Gemeinde, kann ein/e Gläubige/r in eine Krise geraten. Paulus will in seinen Briefen Rat geben.2 Thess 2, 16–3, 5Jesus Christus aber, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch Kraft zu jedem guten Werk und Wort. Im übrigen, Schwestern und Brüder, betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und verherrlicht wird, ebenso wie bei euch. Betet auch darum, daß wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an. Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf euch, daß ihr jetzt und auch in Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte euer Herz darauf, daß ihr Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet.
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