Mathilde Halla, seit Jahren gegen Atomkraftwerke aktiv, kämpfte vor 20 Jahren auch gegen „Zwentendorf“.KIZ: Am 5. 11. 1978 brachte die Volksabstimmung den Plan, das AKW Zwentendorf in Betrieb zu nehmen, zu Fall. Wie erinnern Sie sich an den AKW-Widerstand? Mathilde Halla: Ich war damals eine junge Frau mit kleinen Kindern. Eigentlich habe ich nicht daran geglaubt, daß wir erfolgreich sein werden. . . . Der 5. November war dann für mich einer der schönsten Tage.KIZ: Was läßt sie heute hoffen, daß die AKW’s gestoppt werden?Halla: Heute hätte ich wahrscheinlich nicht mehr wie als junger Mensch die Kraft, quasi den Kampf gegen Windmühlen zu führen. Heute glaube ich an den Erfolg gegen die Atomlobby. Von der EU – die ist ein Trauerspiel – und der österreichischen Bundesregierung bin ich enttäuscht; die läßt uns im Regen stehen. Aber die Neuordnung der Atompolitik in der Schweiz und in Deutschland ist eine große Hoffnung.