Ein verheerendes Erdbeben in Kolumbien macht viele Hoffnungen zunichte.Wunderstadt wurde Armenia in Kolumbien genannt, das Zentrum der blühenden Kaffeeprovinz Quindio, rund 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá. Binnen 50 Sekunden verwandelte ein verheerender Erdstoß am Montag vergangener Woche (19.20 Uhr MEZ) die 360.000-Einwohner-Stadt in ein Trümmerfeld, mehr als 60 Prozent der Häuser sind zerstört. Das Beben hat nach bisherigen Angaben über 2000 Menschenleben und mehr als 3000 Schwerverletzte gefordert. Rund drei Millionen Menschen leben in der Region, in der rund die Hälfte der Bohnen des berühmten „Café de Colombia“ angebaut werden. Damit trifft es gerade jenen Teil Kolumbiens schwer, der weder für Rauschgift noch für die Rebellen bekannt ist.„Die leidvolle Tragödie unserer Schwestern und Brüder in der Kaffeeanbauregion ist ein Test für unsere christliche Nächstenliebe“, appellierte der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Medellin, Alberto Giraldo Jaramillo. Die Caritas Österreich hat eine Hilfsaktion für die Erdbebenopfer eingeleitet. Bereits vergangene Woche wurden 500.000 Schilling für Lebensmittel, Medikamente und Notunterkünfte bereitgestellt.Spenden: PSK-Konto 7.700.004, Kennwort „Kolumbien“.