„Religionen in den Reformstaaten Ostmitteleuropas“ war das Thema eines hochrangig besetzten Symposions in Wien und einer Studie der Professoren Zulehner und Tomka. Die Studie zeigte: Ein Großteil der postkommunistischen Gesellschaft versteht sich, auch wenn in manchen Ländern die offizielle Kirchenbindung relativ hoch ist, als nicht religiös und nicht konfessionsgebunden. Zugleich aber ist das Vertrauen in die christlichen Kirchen seit der Wende deutlich gewachsen. Die Kardinäle König und Vlk räumten ein, daß sich die beim Zusammenbruch des Kommunismus aufkommende Hoffnung auf eine massive religiöse Renaissance nicht erfüllt habe.