„Viel Lärm um nichts“ nennt der Katholische Familienverband das bei der Regierungsklausur vereinbarte „kleine Familienpaket“. Die Katholische Sozialakademie spricht von „familienpolitischem Kleingeld“, das eine „verunglückte Antwort“ auf die bestehenden Probleme sei. Familienverband und KSÖ kritisieren das sogenannte „Karenzzeitkonto“ als ungedeckten Wechsel. Das Modell, das unter dem Schlagwort mehr Flexibilität verkauft wird, sieht vor, daß Eltern die maximal 24 Karenzmonate bis zum 7. Lebensjahr des Kindes stückweise in Anspruch nehmen können – wenn der Dienstgeber zustimmt. Sollen Eltern nun bei Säuglingen Karenzzeit sparen, um bei eventuellen Einschulungsproblemen noch einen Polster zu haben, fragt die KSÖ ironisch? Was ist mit dem Karenzzeitüberschuß bei Kündigungen oder bei Neubewerbungen? Es droht zu verfallen, meint der Familienverband. Bedarfsgerechte Lösungen statt Kosmetik fordern beide.