„Als Altbischof ist es nicht meine Aufgabe, der Glaubenskongregation Ratschläge zu erteilen. Aber ich kann nicht schweigen, weil mein Herz blutet, wenn ich sehe, daß dem Allgemeinwohl der Kirche Gottes so offensichtlich Schaden zugefügt wird.“ Mit diesen Worten kommentierte Kardinal Franz König sein Eintreten für den belgischen Jesuiten P. Jacques Dupuis, der 25 Jahre in Indien verbracht hatte und zu den Wegbereitern des interreligiösen Dialogs zählt. Dupuis war von der Glaubenskongregation zu „Erklärungen über einige theologische Aussagen“ im Hinblick auf sein Buch „Auf dem Weg zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus“ aufgefordert worden. In der Öffentlichkeit wurde das als weiterer Schritt Roms gegen die aus Asien kommende „kontextuelle Theologie“ gewertet. König sieht darin eine Gefährdung des Dialoges mit den östlichen Religionen.