Ich bin unschuldig am Blut dieses Mannes, sagte Pilatus. Und er wusch sich die Hände dieser vermeintlichen Unschuld.Was kann ich schon dafür, die Verhältnisse sind eben so. Ein einzelner vermag da schon gar nichts zu ändern. Mit dem Kopf betrachtet wird es so sein. Er hat seine Gründe, es fällt ihm nicht schwer, Ausreden zu finden. Wer läßt sich den behaglichen Zustand des „Es ist wie es ist“ schon gerne nehmen? Menschen, die sich die Sache zu Herzen gehen lassen, finden andere Antworten. Auch, was Jesus betrifft. Das Volk jubelte ihm zu, als er nach Jerusalem kam. Aber es war ein Jubel, der zunächst nur für sich selbst etwas erwartete, keiner, der aus dem Herzen kam. Zustimmung war gerade mehrheitsfähig.Und dann: Sie brüllen dem Pilatus zu: Kreuzige ihn! Dieser wäscht sich die Hände. Er hätte es wissen können. Menschen bitten Jesus herein in ihr Leben und fühlen sich stark mit ihm. Es kommt auch der andere Tag, an dem diese Zustimmung Mut verlangen wird. Nicht nur Pilatus, auch Petrus drehte sich um und ging beschämt weg.Sein Herz war noch nicht weit genug, seine Zustimmung noch nicht tief genug. Dem Auferstandenen wird er bekennen: „Du weißt, daß ich sie liebe!“