Im Jahr 2005 werden für die Seelsorge in der Diözese Linz um rund 100 Priester weniger zur Verfügung stehen. In seiner Frühjahrsversammlung hat der Pastoralrat – wie berichtet – ein Personalkonzept gutgeheißen. Die Seelsorge in der Diözese Linz wird sich künftig stärker in „Seelsorgeräumen“ abspielen. Im Jahr 2005 wird die Diözese rund 330 Welt- und Ordenspriester unter 70 Jahren – 100 weniger als jetzt – zur Verfügung haben, dazu 130 Pastoral- bzw. Pfarrassistenten/innen. Insgesamt wird es 92 Seelsorgeräume geben. Die Einteilung steht bereits fest, schrittweise werden die Pfarren auf die Zusammenarbeit in diesen Seelsorgeräumen vorbereitet. In einem solchen Seelsorgeraum sollen künftig in der Regel vier Personen hauptberuflich tätig sein. Für rund 3500 Katholiken wird es einen Priester geben, für 8000 einen Pastoral- bzw. Pfarrassistentenposten. Von den Seelsorgeräumen werden künftig auch Altenheime mit weniger als 200 und Krankenhäuser mit weniger als 150 Betten mitbetreut werden. Für größere Häuser gibt es jeweils einen „halben“ Seelsorger, Priester oder Laien. Für die Betriebsseelsorge, die Gefangenenseelsorge und Fremdsprachigen Seelsorge wird es ebenso eigenes Seelsorgerpersonal geben. Der Pastoralrat der Diözese Linz hält es für wichtig, daß neben dem „Personalplan“ auch über die Seelsorge selbst Konzepte entwickelt werden. Darin sollten auch seelsorgliche Herausforderungen einer veränderten Kirchensituation in der Zukunft berücksichtigt werden. Bischof Maximilian Aichern ermunterte angesichts der schwierigeren Personalsituation zur Gelassenheit: „Beiben wir gelassen, tun wir was wir können“, meinte er.