1,7 Millionen Menschen – darunter fast 50.000 aus Österreich – haben im vergangenen Jahr das „Moratorium 2000“ zur weltweiten Aussetzung der Todesstrafe im Jubiläumsjahr unterzeichnet. Mit den Unterschriften sollen die Bemühungen der UNO-Menschenrechtskommission zur generellen Abschaffung der Todesstrafe unterstützt werden. Die Aktion wurde von der US-amerikanischen Ordensfrau Helen Prejean, die Todeskandidaten im Gefängnis begeleitet hat, und von der Gemeinschaft Sant’Egidio in Rom ins Leben gerufen. In Österreich haben sich führende Vertreter der christlichen Kirchen für die Abschaffung der Todesstrafe ebenso ausgesprochen wie die Briefbombenopfer Maria Loley, Helmut Zilk und Pfarrer August Janisch. Das Parlament hat einstimmig die Regierung aufgefordert, sich im Rahmen der UNO und des Europarates für die Abschaffung der Todesstrafe zu engagieren.