Eine Erhöhung des Karenzgeldes auf 6000 Schilling pro Monat (dz. 5598) auf zwei Jahre (dz. in der Regel eineinhalb Jahre) fordert der Katholische Familienverband von der künftigen Regierung. Angesichts der Versprechungen des Wahlkampfes sei die Erhöhung des Karenzgeldes um 33 Schilling (zwei Hipp-Gläser) eine äußerst dürftige Aufbesserung für die Familien, kritisiert KFÖ-Präsident Johannes Fenz.Weitere Forderungen des Familienverbandes sind: Kindererziehungszeiten müssen künftig wie Erwerbsjahre voll für die Pension angerechnet werden; die Mittel des Familienlastenausgleichsfonds dürfen nicht durch einer neuerliche Senkung der Beiträge geschmälert werden; die Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen darf nicht ausgehöhlt werden. Fenz erinnerte daran, dass die Familien bei den Sparpaketen 1995 und 1996 wesentliche Einkommenseinbußen hinnehmen mussten. Angesichts dieser Tatsache sei es geradezu lächerlich, wenn das Karenzgeld – erstmals seit 1995 – um 33 Schilling erhöht werde. Die Mindesterhöhgung für Pensionisten betrage heuer 200 Schilling, die für Beamte 300 Schilling. Der Familienverband verlange daher, so Fenz, dass das Kerenzgeld künftig jährlich im selben Ausmaß erhöht werde wie der Ausgleichszulagenrichtsatz für Mindestpensionisten.