Die Schulen sind oft auch Knoptenpunkte gesellschaftlicher Entwicklung. „Kein Fest ohne Kinderattraktionen, keine gastronomische Einrichtung ohne Kinderecke! Kleine Gäste sind im Vormarsch!“ – Diese Überlegungen sind der Hintergrund zu einem schulischen Angebot, das die dreijährige Fachschule Weyregg entwickelt hat. Grundlagen der Kinder- und Erwachsenenbetreuung stehen auch auf dem Stundenplan. Durch Kooperation mit dem Kindergarten und der Volksschule Weyregg, dem Verein Tagesmütter und anderen Kinderbetreuungseinrichtungen wird den Schüler/innen gleichzeitig Praxis ermöglicht. Ein neuer Ausbildungsgang wurde ebenfalls begonnen – die Haus- und Betriebsmanager/in, ihr Berufsfeld sind Anstellungen in einem Haushalt bzw. in der Gastronomie oder als Geschäftsführer/in für Organisationen und Vereine.
Die Fachschule Weyregg, Reichholz 22, 4852 Weyregg, Tel. 07664/22 61 sucht Praxisplätze und vermittelt Absolvent/inn/en (Abschluss Juli 2001).
Die kleine Volksschule Langwies in Ebensee fördert die Nahversorgung, wozu auch eine Schule in der Nähe gehört. Vor fünf Jahren hat der Gemeinderat den Fortbestand der Schule gesichert und damit eine gute Entwicklung weiter unterstützt: Die Schüler/innen werden nicht schon in frühem Alter zu Pendlern; sie lernen in „familiärer Atmosphäre; auf Grund der überschaubaren Größe fällt kaum Förderunterricht an . . . Die Schule „dankt“ dies, indem sie immer mehr zu einem Ort der Begegnung für die Bewohner/innen der Ortschaften Langwies und Lahnstein wird. So gibt es an der Schule eine Flötengruppe der Musikschule, eine Mütter- und Turngruppe, einen Erste-Hilfe-Kurs, Yoga-Abende etc.
Vor Weihnachten waren an einigen oö. Schulen Eltern zu „Lernstopps“ eingeladen. In der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Linz-Urfahr trafen sich beispielsweise Mütter, ältere Schwestern von Schülerinnen und auch ein Vater in der Schulküche und den Werkräumen. Unter fachkundiger Anleitung wurde gebacken und gebastelt. In der Landwirtschaftlichen Fachschule Bergheim verbrachten 13 Väter, zwei Tage, um den Schulalltag kennen zu lernen. Auf dem Unterrichtsplan stand Haushalt.
Lernbehelfe „Mit allen Sinnen lernen“ hat der Direktor der VS Natternbach, Gottfried Wimmer, entwickelt und in Kooperation mit der Therapie-Werkstätte des Caritas-Institutes St. Pius in Steegen hergestellt. Es sind Möglichkeiten des „non-papierenen Lernens“, etwa der Wort-Bau-Meister“, die „ABC-Magnettafel“, Magnet-Spieltafeln zum Thema Natur, ein „Planetarium“ u. a..
Info: Gottfried Wimmer, 4723 Natternbach, Weidweg 3, Tel.: 07278/82 13;