Von der „Waffenschmiede Europas“ bis zum „Armenhaus Österreichs“
Ausgabe: 2000/09, Steyr, Ausstellung
29.02.2000
- Elisabeth Leitner
Aufstieg und Fall der „Stadt des glühenden Eisens“ sind die Themen der Ausstellung „glühendrot/krisenbleich“ im Museum Industrielle Arbeitswelt in Steyr.
1287 erhielt Steyr wirtschaftliche Vorrechte, die der Eisenstadt Reichtum und Macht garantierten. Die wirtschaftliche Blüte führte zur Entwicklung einer selbstbewussten Bürgerschaft, die sich fast zur Gänze der Reformation anschloss. Nach der Vertreibung der Protestanten blutete die Stadt – auch wirtschaftlich – aus. Unter Josef Werndl, dem „Vater der Arbeiter“, stieg Steyr im 19. Jahrhundert zur „Waffenschmiede Europas“ auf, neue Arbeiterviertel entstanden. In der Ausstellung vermittelt ein nachgebildetes Arbeitergasthaus mit zeitgenössischen Plakaten, Museumsbier und Kracherl die Atmosphäre jener Jahre. Aufschwung und Niedergang der Stadt Steyr werden in dieser Ausstellung anschaulich in Texten und Bildern, mit Film und Ton dargestellt.
Von März bis Dezember, täglich außer Montag, von 9 bis 17 Uhr. Telefon: 07252/7 73 51.