Wenn jemand heiratet, so nimmt er mit dem/der geliebten Partner/in auch dessen/deren Herkunft und Vergangenheit mit in die Ehe. In der Beziehung zweier Menschen spielen diese „Rucksäcke“ eine große Rolle. Vor allem, wenn der Weg zuweilen steinig wird, stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, den drückenden Rucksack des anderen mitzutragen. Deshalb ist es gut, beizeiten gemeinsam nachzuschauen, was im eigenen Rucksack und in dem des/ der Partners/-in drinnen ist und dass man bereit ist, Belastendes ehrlich zu sehen und Verdorbenes zu entrümpeln. Wer heute der Kirche begegnet, wird auch mit ihrem Rucksack konfrontiert. Neben viel guter Nahrung enthält er auch schwer verdauliche Dinge. Man sollte daher lieber die Steine beim Namen nennen, anstatt sie als Brot zu verkaufen.