Ausgabe: 2000/12, Schmutz, Franz Schmutz, Gotteslob
22.03.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Welche Absichten hatte die Kirche, als sie 1974 das deutschsprachige Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ herausgab?
Das „Gotteslob“ war ein konkretes Ergebnis des II. Vatikanischen Konzils, das die tätige Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie betont hat. Schon in den Jahrzehnten davor hat sich die Kirche – auch auf Grund starker Impulse aus Österreich – auf die muttersprachliche Gemeinschaftsmesse hinbewegt.
Sie waren an der Redaktion des „Gotteslob“ beteiligt. Woran erinnern Sie sich?
Ich war als Sekretär des Linzer Weihbischofs Wagner in der Got-teslob-Kommission. Ihr gehörten 140 Personen an, davon 28 aus Österreich. 25 Mal haben wir im Bildungshaus Puchberg getagt. Wichtig war uns, dass das „Gotteslob“ von allen deutschsprachigen Katholiken – auch im Ausland – angenommen wird. Ebenso haben wir bei den Liedern die ökumenische Komponente beachtet.
Ihr Wunsch für das „Gotteslob“ zum runden Geburtstag?
Ich hoffe, dass dieses Buch zugleich Wertschätzung und Weiterentwicklung erfährt. Dazu wäre eine kritische Reflexion nötig. Leid täte mir, wenn das „Gotteslob“ nach 25 Jahren in die Ecke gelegt würde und jede Pfarre oder Gruppe eigene Bücher hätte.
Franz Schmutz war als Liturgiereferent der Diözese Linz mitverantwortlich für die Redaktion des „Gotteslob“.