Entschlacken, entgiften – manchen „Müll“ entsorgen – das stand als oberster Wunsch für ein Fasten- und Wanderangebot im Waldviertel. „Ich fühl mich pudelwohl, frei, frisch und wach ... Das mach ich sicher wieder“ – so lauteten Kommentare danach. Gestresste Männer und Frauen wollten nicht in erster Linie lästige Kilos loswerden, sondern für zehn Tage „aussteigen“, den Kopf aufräumen, zu sich selbst finden – was besser gelingt, wenn der Körper „leer“ ist. Auf Nahrung wurde total verzichtet. Die Verpflegung bestand aus Mineral-/Wasser, Tees, Obst- und Gemüsesäften und Gemüsebrühe. Erstaunlich, welch überschüssige Energien frei werden, wenn die Nahrung nicht von außen, sondern aus dem eigenen Depot bezogen wird! Das Wandern und Joggen fällt unter diesen Umständen viel leichter. Ist der Hunger erträglich? Absolut kein Problem in der Gruppe. Nicht nur Bewegung in frischer Luft, auch Zusätzliches, wie Gymnastik, Leberwickel, Massagen, Saunabesuche, Gespräche über Ernährung, gelegentliches Schweigen und Meditation, unterstützte die Fastenwirkung optimal, weckte neue Kräfte und ermöglichte Denkanstöße: - Der „Geschmack“ am Essen und am Leben wurde gestärkt. Man wurde offener und sensibler für den Mitmenschen und für Gottes Natur. - Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und mit gesunder Ernährung war ein Impuls zur Korrektur des Lebensstils und für sorgsameren Umgang mit sich selbst. - Man verspürte große Solidarität mit jenen, die in Elend und Not leben und ständig hungern müssen. - Manche/r bekam Klarheit und Durchblick bei seelischen „Altlasten“.