Einer der profundesten Kenner der Kirchen in der ehemaligen Sowjetunion, Dr. Gerhard Stricker, referierte auf Einladung der Stiftung Pro Oriente Linz über den Papstbesuch in der Ukraine (23. bis 27. Juni 2001). Die orthodoxe Kirche betrachtet die Reise als Einbruch in ihr traditionelles Territorium. Der ukrainische Präsident hingegen unterstrich, dass „das ganze Land den Papst nötig“ habe. Es ist das erste Mal, dass der Papst in ein Land mit orthodoxer Bevölkerungsmehrheit gegen den Willen der orthodoxen Hierarchie reist. Entscheidend für den tatsächlichen Verlauf und die Folgen des Besuchs werden die Gesten und Symbole sein, die der Papst bei seinem Aufenthalt setzt, so Stricker.