Für das viele Miteinander, das sie in den Pfarren ermöglichen, dankte Bischof Maximilian Aichern den Pfarrhaushälterinnen bei einem Festgottesdienst am Pöstlingberg.
Die Kartei weist für die Diözese Linz 465 Pfarrhaushälterinnen aus, viele davon sind Pensionistinnen und Teilzeitkräfte. Hedwig Moser, Pfarrhaushälterin in Grein und Vorsitzende der Berufsgemeinschaft: „Die Besetzung des Pfarrhauses kommt nicht nur dem Pfarrer, sondern der ganzen Pfarrbevölkerung zugute.“Aus der Pfarrersköchin wurde eine für die gesamte Pfarre sorgende Frau, die wesentlich zum Klima im Ort beiträgt, betonte Bischof Aichern und wies auf die geistliche Dimension des Berufs hin: „Es ist etwas Schönes, von Gott in eine Aufgabe gerufen zu werden.“Als Vision für die Zukunft sieht Frau Moser die Aufgabe, aus den Pfarrhäusern Zellen des Glaubens zu machen, in denen auch gemeinsam gebetet wird. „Vielleicht könnte mancher junge Mensch sich daran orientieren und seine eigene Berufung besser erspüren.“Edeltrude Auer ist seit 21 Jahren Pfarrhaushälterin in Wartberg ob der Aist. Für sie besteht ein wichtiger Teil ihrer Arbeit darin, dem Priester Freiraum für seine Auf-gaben zu schaffen und ihn zu entlasten. Und zur Berufsgemeinschaft, deren Vorsitzende sie von 1988 bis 1993 war, meint sie: „In den ersten Berufsjahren war sie mir besondere Stütze für die persönlichen Anliegen und alle Fragen rund um das Leben im Pfarrhof.“ Die Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen ist aus den Bildungswochen im Puchberg gewachsen. Neben der Förderung der Gemeinschaft gehörten zu Beginn auch Fragen der sozialen Absicherung und der Bezahlung zu den Anliegen der Berufsvertretung.