Die Früherkennung und der frühzeitige therapeutische Einsatz sind entscheidend für die Lebensqualität des Rheumapatienten und für die Erhaltung der Gelenkfunktion. Neben einer wirkungsvollen Behandlung mit Schmerzmitteln, entzündungshem-menden Medikamenten und spezifischen antirheumatisch wirkenden Präparaten, die alle auf den Magen gehen, soll eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten genutzt werden. Die Hemmung von akuten Entzündungen und Schmerzen steht an erster Stelle. Die genannten Medikamente wirken hier sehr gut, dazu sollte man physikalische Massnahmen setzen: kalte Wickel oder Packungen, Güsse oder Bäder im akuten Schub, später im Intervall, bei chronischem Verlauf und bei Abnützungserscheinungen warme Bäder (Heublumen, Moor, Schwefel). Massagen vermindern den Muskeltonus (Verspannungen), Bindegewebsmassage und Reflexzonenmassage behandeln über die Weichteile. Verschiedene Gymnastik-techniken verhindern das schnelle Steifwerden der Gelenke und müssen so oft als möglich ausgeübt werden.
Die Ernährung spielt in der Vorbeugung eine wichtige Rolle, in der Behandlung ist sie eher untergeordnet. Wenig Fleisch- und Wursteiweiß, viel Getreideprodukte, Gemüse und Obst. Besonders Vitamin C und E haben als Antioxidantien eine positive Rolle im Krankheitsgeschehen. Für fortgeschrittene Krankheitsstadien wären Injektionstechniken und operative Maßnahmen zu erwähnen.